Keller ausbauen: Darauf sollten Sie achten

  • Nutzungsmöglichkeiten
  • Rechtliche Bestimmungen
  • Hilfreiche Tipps für die Umsetzung

 

 

Keller ausbauen: Soutterain nutzen

Wenn Sie Ihren Keller ausbauen, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Sie gewinnen Platz für ein Arbeitszimmer, einen Fitnessraum, ein Heim-Kino oder einen eigenständigen Wohnbereich für Ihre Kinder im Teenager-Alter. Entspricht der Kellerausbau den rechtlichen Vorgaben, können Sie Ihren Wohnkeller sogar vermieten.


Möglichkeiten für den Kellerausbau

Bevor Sie den Keller ausbauen, sollten Sie sich genau überlegen, wofür Sie Ihn später nutzen möchten:

  • Häufig wird das Souterrain für die eigenen Kinder ausgebaut. Von einem zusätzlichen Spielraum für die Kleinen bis hin zu einem Teenager-Zimmer ist vieles möglich. Wenn Kinder den Wohnkeller nutzen, bietet es sich an, eine offene Treppe einzubauen. Umso leichter kann der Wohnkeller ins Familienleben integriert werden.
  • Wer dagegen den Keller ausbauen und zum Sport-, Billard- oder Musikraum umgestalten möchte, sollte wegen des Geräuschpegels lieber eine Tür einsetzen. 
  • Das gilt auch für den Umbau des Kellerraums zu einem Heim-Kino. Weiterer Vorteil: Für die Nutzung als Kino braucht man so gut wie kein Tageslicht. Also ist ein Raum mit Lichtschächten oder nur kleinen Fenstern geradezu ideal.
  • Für viele eignet sich das Souterrain, um ein zusätzliches Arbeitszimmer zu gewinnen oder dort im Home Office zu arbeiten. Setzen Sie auch hier eine Tür ein, um die nötige Ruhe für konzentriertes Arbeiten zu haben. Außerdem wichtig: Denken Sie an Strom und Internet für Laptop und Handy.
  • Falls Sie Ihren Wohnkeller später vermieten möchten, planen Sie den Keller von Anfang an als Einliegerwohnung. Als solche braucht der Wohnkeller einen separaten Eingang, ein Bad und eine Kochmöglichkeit oder kleine Küche. Einliegerwohnungen sind auch finanziell interessant: Sie werden steuerlich begünstigt, und als Bauherr können Sie eine höhere KfW-Förderung für den Hausbau bekommen. Allerdings muss der als Wohnraum genutzte Keller dann gewisse Anforderungen erfüllen.

Keller ausbauen: rechtliche Bedingungen

Wollen Sie Ihren Keller ausbauen und nicht nur für Vorräte und alte Möbel nutzen, sondern als zusätzlichen Wohnraum, müssen Sie folgende Regelungen und Vorgaben einhalten:

  • Die Deckenhöhe muss mindestens 2,30 Meter betragen. In einigen Bundesländern sogar noch mehr: So verlangt das Baurecht beispielsweise in Bayern und Nordrhein-Westfalen 2,40 Meter Deckenhöhe. Erst dann gilt ein Zimmer im ausgebauten Keller als „Aufenthaltsraum“ im baurechtlichen Sinne.
  • im Wohnkeller muss eine Heizung vorhanden sein, wenn er als Wohnraum genutzt wird. Beheizte Kellerräume müssen den Vorgaben der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) entsprechen.
  • Informieren Sie sich in der Landesbauordnung (LBO) Ihres Bundeslandes, bevor Sie Ihren Keller ausbauen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie ihn später vermieten möchten. Auf den Internetseiten der jeweiligen Bundesministerien finden Sie Details zu allen geltenden Vorschriften.

Keller ausbauen mit dem richtigen Lichtkonzept

Sind die gesetzlichen Vorgaben geklärt, können Sie sich um die Umsetzung des Kellerausbaus Gedanken machen. Tageslicht ist ein wichtiger Faktor, wenn Sie den Keller ausbauen. Schließlich trägt es maßgeblich zum Wohnkomfort bei. Eine möglichst natürliche Beleuchtung kann aufwendige Baumaßnahmen nach sich ziehen, aber sie lohnt sich. Außerdem können Sie Handwerkerleistungen anteilig steuerlich geltend machen – so können Sie zumindest einen Teil der Kosten einsparen.

Im Idealfall haben Sie den Kellerausbau schon beim Hausbau mit bedacht. Dann verfügt der Wohnkeller über ausreichend große Fenster und dadurch über Tageslicht.

Wenn Sie erst später Ihren fensterlosen Keller ausbauen, können Sie einen Lichtgraben ums Haus ziehen. Er sollte mindestens einen Meter breit sein. Schwierig: Dabei müssen nachträglich Fenster im Wohnkeller eingebaut werden. Der Eingriff ins Mauerwerk ist aufwendig und kostenintensiv, das Ergebnis trägt aber zur Wohlfühlatmosphäre bei.

Lichtschächte sorgen für Helligkeit, wenn um das Haus herum nicht viel Platz ist. Alternativ können sogenannte Lichtfluter im Souterrain eingebaut werden. Das sind etwa ein bis zwei Meter breite „Lichtrutschen“ an den Außenwänden.

So finanzieren Sie den Kellerausbau

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Beratung vereinbaren

Fenster, Heizung, Materialkosten: Wenn Sie Ihren Keller ausbauen und als Wohnraum nutzen möchten, kommen Sie schnell auf einen höheren fünfstelligen Betrag. Denn pro Quadratmeter müssen Sie für den Kellerausbau mit Kosten zwischen 1.000 und 2.000 € rechnen.

Nutzen Sie unseren Modernisierungskredit, um Ihr Vorhaben zu finanzieren. Mit dem Finanzierungsrechner erhalten Sie einen ersten Überblick über Raten und Konditionen. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten, um gemeinsam einen Finanzierungsplan auf die Beine zu stellen, der genau auf Sie zugeschnitten ist.

Keller ausbauen und richtig belüften

Fenster bringen nicht nur Tageslicht, sondern helfen auch dabei, Ihr Souterrain vor Schimmel zu bewahren. Kellerwände tragen nämlich ein höheres Risiko für Feuchtigkeit als andere Außenwände, da sie Kontakt zum feuchten Erdreich haben. Außerdem begünstigen sie die Bildung von Kondenswasser. So können Sie für eine ausreichende Belüftung sorgen:

  • Lüften Sie regelmäßig, um Schimmel im Wohnkeller zu vermeiden. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, Fenster in Wohnräumen drei- bis viermal pro Tag für einige Minuten weit zu öffnen (www.verbraucherzentrale.de).
  • Wenn Sie den Keller ausbauen und keine Fenster einplanen, kann eine Lüftungsanlage helfen. Sie sorgt für einen gleichmäßigen Luftaustausch im ausgebauten Keller. Die Systeme „reduzieren die Konzentration von Schadstoffen und Feuchtigkeit in der Raumluft, schützen die Räume vor Schäden durch Schimmel und helfen zudem beim Energiesparen“, so die Experten der Verbraucherzentrale.
  • Zuletzt können Sie auch mit einem Luftentfeuchter eine hohe Luftfeuchtigkeit im Wohnkeller vermeiden, wenn dort keine oder nur kleine Fenster eingebaut sind. Das Gerät sorgt dafür, dass die Luft im Raum zirkuliert.

Keller gegen Einbruch schützen

Wenn für den Schutz von Wänden und Mauerwerk gesorgt ist, sollten Sie sich auch um den Schutz vor Einbruch Gedanken machen. Jede Tür und jedes Fenster im Souterrain sollte mit einer zusätzlichen mechanischen Sicherung versehen sein, empfiehlt die Polizei (www.zuhause-sicher.de). Bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes werden bezuschusst.

  • Neubau: Wenn Sie neu bauen, sollten Sie sich für Fenster und Fenstertüren entscheiden, die eine sogenannte Einbruchhemmung haben. Sie erschwert das gewaltsame Öffnen. Die entsprechende Norm heißt „DIN EN 1627“.
  • Nachrüstung: Möchten Sie vorhandene Fenster nicht austauschen, können Sie den Einbruchschutz im Wohnkeller nachrüsten. Dafür eignen sich Aufschraubsicherungen, Pilzkopfzapfen, abschließbare Fenstergriffe, einbruchhemmende Sicherheitsfolien oder eine einbruchhemmende Verglasung.  

Gute Beratung ist unverzichtbar

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