Baugemeinschaft – kostengünstig und nachhaltig

Der Traum vom Eigenheimbau scheitert allzu oft am Budget – besonders in den Metropolen. Preisgünstigere Alternativen bietet der Geschosswohnungsbau. Der lässt sich heute ganz individuell planen – in einer Baugemeinschaft. Das sind Initiativen privater Bauwilliger, die sich zum gemeinsamen Planen, Bauen und späteren Leben zusammenschließen.


Gemeinsame Planung von Anfang an

„Das Schöne an einer Baugemeinschaft ist, dass man sich frühzeitig kennenlernt und sofort zu Gleichgesinnten Kontakte knüpft“, schwärmt Kalliopi Garouba, Mitglied einer Münchner Baugemeinschaft und ergänzt: „Die Kinder werden hier wie Geschwister groß.“ Sie hat mit dem Bauwerk Schwabing in der bayrischen Metropole gebaut, zusammen mit weiteren 25 Parteien drei Häuser mit drei Eingängen.

In Baugemeinschaften können alle von Anfang an bei der Planung mitgestalten und entscheiden mit, ob eine Gemeinschaftssauna, eine Gästewohnung oder ein Kinderwagenparkplatz im Treppenhaus eingerichtet werden soll. Der individuelle Gestaltungsspielraum ist hier so hoch, wie er beim Geschosswohnungsbau sonst nie sein kann – also eine echte Alternative zum Einfamilienhaus. „Bei uns gleicht keine Wohnung der anderen“, bestätigt die Münchnerin.  


Finanzielle Vorteile einer Baugemeinschaft

Grundrisse können auf den jeweiligen Wohnungseigentümer zugeschnitten, sogar flexibel gehalten werden. Falls einmal die Wand zum Kinderzimmer herausgerissen werden soll, wenn der Nachwuchs auszieht, soll auch das kein Problem darstellen.

Wichtig für eine Baugemeinschaft ist ein Vertrag und damit Gründung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR). Dazu kommt eine professionelle Begleitung, sowohl in Finanz- und Rechtsfragen als auch in puncto Architektur. „Ich würde immer raten, einen Architekten mit ins Boot, am besten gleich in die Baugemeinschaft zu nehmen“, sagt Norbert Haase vom Wohnprojekt Tabakfabrik Alttrachau. Elf Parteien haben in Dresden einer Industriebrache neues Leben eingehaucht. Sie haben umweltbewusst saniert – mit CO2-neutraler Energieversorgung, Regen- und Brauchwassernutzung. Das gemeinschaftliche Bauen hat vor allem finanzielle Vorteile. Bis zu 25 Prozent Ersparnis sind laut dem Bundesverband Baugemeinschaften drin. Und es entstehen qualitativ hochwertigere Gebäude als solche, die unter Renditegesichtspunkten errichtet werden.


Entschieden wird im Kollektiv

Aber das ist natürlich auch mit Arbeit verbunden. Eigenengagement kann eingebracht werden, muss aber nicht, wie ein just preisgekröntes Projekt in Berlin beweist. „Wir unterscheiden Wohnprojekte von organisierten Baugemeinschaften“, sagt Architekt Alois Albert. Als Letztere hat der Berliner mit zwei weiteren Architekturbüros und einer Baugruppe von 39 Mitgliedern einen außergewöhnlichen Wohnungsbau auf die Beine gestellt. Dennewitz Eins heißt das keilförmige Haus mit riesiger Gemeinschaftsdachterrasse auf einer Brache direkt neben der Hochbahntrasse. Hier haben die Architekten die Baugemeinschaft angeschoben und auch die Initiative übernommen. Entschieden wird zumeist im Kollektiv, sprich: Toleranz, Geduld und Einsatz sollten Bauwillige mitbringen. „Es gibt immer ein Ringen um den besten Weg“, weiß Norbert Haase.

Weil man intensiv zusammenarbeitet, wird die Gemeinschaft schon vor Baustart auf Herz und Nieren geprüft – ein guter Test für die Zukunft. „Man muss kompromissfähig sein“, sagt Kalliopi Garouba, „schließlich will man auch später mit seiner Nachbarschaft gut auskommen.“ Häufig schließen sich Gleichgesinnte – Familien, Senioren – zusammen. Baugemeinschaften suchen sich ihre künftigen Nachbarn quasi selbst aus und lernen sie schon weit vor dem Einzug kennen.


Beratung für die Finanzierung

Wenn Sie Ihren Traum vom Eigenheim in einer Baugemeinschaft realisieren wollen, kann Ihnen ein Experte von Schwäbisch Hall wertvolle Tipps geben. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.

Persönliche Beratung

Unsere Experten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren