Renovierungskosten: Fenster, Türen und Heizkörper

Auch die beste Tür oder der edelste Fensterrahmen kommt irgendwann in die Jahre. Witterungseinflüsse an der Außenseite oder Unachtsamkeit im Innenbereich machen bei Holztüren und -fenstern die Erneuerung von Farbe, Öl oder Lasur nötig.


Fenster: Pflege und Schutz für das Holz

Das gilt besonders im Außenbereich, denn der Schutzauftrag verhindert, dass Wasser eindringen kann. Kann ungeschütztes Holz Wasser aufnehmen, müssen Sie mit verquollenen, klemmenden Fenstern rechnen. Außerdem bietet feuchtes Holz Angriffsflächen für zersetzende Mikroorganismen – die Rahmen verrotten. Bewitterung und UV-Strahlung erfordern eine regelmäßige gründliche Inspektion der Fensterrahmen aus Holz.

In der Regel sollte man alle 4 bis 6 Jahre die Außenrahmen von Holzfenstern streichen. Wer regelmäßig seine Holzfenster streicht, spart sich auch aufwendige Vorarbeiten wie das Abschleifen und Spachteln von Dellen. Wenn der alte Lack noch fest hält, brauchen Sie ihn nur von Fett und Schmutz zu reinigen und können gleich losstreichen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schleift den alten Lack kurz an. Dann hält der neue garantiert.

Auch vor dem Lasieren oder Ölen sollte das Holz gereinigt sein. Sind die Fensterrahmen schon rau und rissig, müssen sie zuerst mit einem groben Schleifpapier (Körnung 100) geglättet, dann mit Körnung 180 glattgeschliffen werden. Jetzt kann Lasur oder Öl aufgetragen werden. Meist sind mehrere Aufträge nötig. Aufpassen bei der Fensterdichtung: Wurde Fensterkitt verwendet und ist dieser brüchig, können Sie die losen Reste entfernen und mit frischem Fensterkitt ausbessern. Er ist allerdings erst nach etwa 14 Tagen mit einer elastischen Holzfarbe überstreichbar. Anders bei Silikondichtungen: Darauf hält keine Farbe, also besser nicht überstreichen.


Türen: Feinschliff für eine glänzende Optik

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Die Grundregeln des Streichens von Fensterrahmen sind auch zu beherzigen, wenn Sie Ihre Türblätter und Türrahmen streichen. Sind Sie im Streichen geübt, sollte das Arbeiten an einer noch eingehängten Tür kein Problem für sie sein. Montieren Sie so weit wie möglich alle Beschläge ab. Je feiner Sie den alten Lack anschleifen und säubern, desto glänzender wird die Oberfläche nach dem Streichen. Achtung, Staub verursacht in der Lackoberfläche hässliche Erhebungen. Darum nach jedem Schleifvorgang gründlich reinigen. Bei Glaseinsätzen das Glas schon vor dem Schleifen großzügig abkleben, damit Sie es nicht ungewollt zerkratzen.

Tipp: Um herunterlaufende Farbe und hässliche Lacknasen beim Streichen zu vermeiden, können Sie die Türblätter aushängen und auf Böcke legen. Das verlängert allerdings den gesamten Arbeitsvorgang, da die Farbe erst ganz durchtrocknen muss, ehe Sie das Türblatt drehen und die andere Seite in der Horizontalen streichen können.

Wenn Sie Ihre Türen selber lackieren wollen, finden Sie hier hilfreiche Tipps.

Heizung: Beim Lack nicht sparen

Wenn Wände, Decken und Fußböden in neuem Glanz erstrahlen oder sich komplett überarbeitet präsentieren, fällt Ihr Blick irgendwann auf die Heizkörper – auch die können oftmals einen frischen Auftritt vertragen. Um einen Heizkörper zu streichen, sollten Sie unbedingt einen hitzebeständigen Heizkörperlack verwenden, der die ständigen Temperaturwechsel klaglos übersteht und sich nicht verfärbt. Beim Lack also lieber ein paar Euro mehr ausgeben. Sie können dabei auch nicht mit einem beliebigen Pinsel arbeiten. Speziell für die alten Rippenheizkörper gibt es gewinkelte Pinsel, mit denen Sie auch in die entferntesten Rundungen kommen.

Ehe Sie die Heizkörper streichen, müssen Sie auch hier die Oberflächen durch Reinigung und gegebenenfalls Anschliff vorbereiten. Ganz wichtig: Vor dem Farbauftrag sollten Sie die Heizung ausstellen. Sonst trocknet der Lack zu schnell, und es kommt zu Ungleichmäßigkeiten und Pinselspuren in der Lackoberfläche. Während des Abkühlens können Sie schon den Fußboden und die Wand abdecken, an der der Heizkörper hängt. Dann lackieren, bei Bedarf eine zweite Lackschicht auftragen – fertig. Genauso können Sie auch mit den Heizungsrohren verfahren, wenn sie unansehnlich geworden sind oder Lackschäden aufweisen.


So lange halten die Schutzschichten von Fenstern und Türen:

  • Anstrich Fenster Holzrahmen außen: 4 bis 6 Jahre
  • Anstrich Fenster Holzrahmen innen: 12 bis 18 Jahre
  • Innentür Holz: 25 bis 35 Jahre
  • Außentür Holz: 25 bis 40 Jahre
  • Anstrich Außentür Holz: 12 bis 15 Jahre
  • Außentür Aluminium: 30 bis 50 Jahre
  • Außentür Kunststoff: 20 bis 40 Jahre
  • Heizkörperfarbe: 12 bis 17 Jahre

Farbpreise pro Quadratmeter

Material Türen & Fenster
Preis in Euro
Farbe für Fensterrahmen/Türzarge3 – 5
Farbe für Türblätter streichen3 – 5
Farbe für Heizkörper3 – 5

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