Der richtige Gutachter fürs Haus

Ob schon etwas betagt oder neu, ob Haus oder Wohnung – wer den Wert und Zustand einer Immobilie beurteilen will, benötigt fachliche Unterstützung. Dazu sind Baugutachter da. Man kann einen solchen Gutachter fürs Haus oder die Wohnung auf eigene Faust im Internet suchen. Besser ist es aber, sich von Verbänden bei der Auswahl beraten zu lassen.


Zertifizierung für Bausachverständige

Wichtig für Sie als Auftraggeber ist, dass der Gutachter fürs Haus über genügend Erfahrung in seinem Metier verfügt. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn der beauftragte Baugutachter eine Zertifizierung vorweisen kann oder öffentlich bestellt ist, beispielsweise durch eine Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Bezeichnung „Sachverständiger“ an sich ist nicht geschützt. Sie sagt somit nichts über die Qualifizierung des Leistungsanbieters aus.

Am einfachsten machen Sie es sich, wenn Sie einen Gutachter fürs Haus wählen, der von einem Interessenverband empfohlen wird. Hierzu zählen etwa der Bauherren-Schutzbund (BSB) oder der Verband Privater Bauherren (VPB). Auch TÜV, Dekra und die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) führen Listen mit zertifizierten Gutachtern fürs Haus. „Einzig ein Baugutachter kann nach sorgfältiger Überprüfung beurteilen, ob ein Haus seinen aufgerufenen Preis unzweifelhaft wert ist oder nicht“, weiß Diplom-Ingenieurin Sandra Queißer, die das Regionalbüro Berlin des VPB leitet.


Welche Gutachter fürs Haus gibt es?

Geht es um den Gesamtzustand einer Immobilie, beauftragen Sie einen Bausachverständigen, der sich auf sogenannte Verkehrswertgutachten versteht. Daneben sind Baugutachter oft auf ein Fachgebiet oder mehrere verwandte Themenbereiche spezialisiert, beispielsweise auf

  • die Entdeckung bauphysikalischer Probleme
  • das Erkennen von Schadstoffen am Bau
  • das Offenlegen eines möglichen Schimmelpilzbefalls.


Darüber hinaus beurteilen Bausachverständige auch

Und das sind nur einige der möglichen Spezialisierungen.

Baugutachter haben ein breites Einsatzfeld

Es gibt vielfältige Situationen, in denen ein Gutachter fürs Haus benötigt wird:

  • Als Käufer einer Immobilie oder eines Baugrundstücks müssen Sie über mögliche Schäden Bescheid wissen. Nur so können Sie beurteilen, ob der verlangte Preis reell ist.
  • Als Besitzer eines Hauses oder einer Immobilie können Sie vom Baugutachter einschätzen lassen, wie hoch die Kosten einer angedachten Renovierung sein werden.
  • Auch als Verkäufer sollten Sie den Zustand des Objekts kennen, das Sie veräußern möchten. Wer eine Immobilie mit Baumängeln verkauft, sieht sich in der Folge möglicherweise einem jahrelangen Rechtsstreit mit dem Käufer gegenüber.
  • Häufig verlangen Versicherungsunternehmen ein Zustandsgutachten eines Bausachverständigen, bevor Sie Ihnen eine Police zur Gebäudeversicherung verkaufen.
  • Treten nach dem Kauf einer Immobilie oder nach beauftragten Baumaßnahmen Schäden auf, sollten Sie ebenfalls einen Gutachter fürs Haus hinzuziehen. Der Sachverständige kann feststellen, wie viel Verantwortung das Bau- oder Handwerksunternehmen, der Architekt oder der Bauleiter für den Schaden trägt. Gutachter können Baumaßnahmen auch als Baubegleiter regelmäßig überwachen.

So setzen Sie einen Baugutachter ein

Persönliche Beratung

Unsere Experten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren

Am häufigsten kommen Gutachter fürs Haus zum Einsatz, wenn eine Immobilie den Besitzer wechselt. Am besten beauftragen Sie einen Baugutachter, wenn Sie sich zum Erwerb entschlossen haben, aber mit dem Anbieter noch nicht beim Notar waren. Die weiteren Schritte sind folgende:

  • Sie vereinbaren mit dem Gutachter fürs Haus einen Vor-Ort-Termin, an dem im Idealfall auch der Verkäufer oder Makler teilnimmt.
  • Die Begehung des Objekts dauert meist zwischen zwei und vier Stunden, abhängig von der Größe und dem Baujahr der Immobilie, erklärt der Bausachverständige Frank Niebel aus Mönchengladbach auf dem Portal hauskaufhilfe.de. Wer ein Hausgutachten bei einem Bauberater des VPB in Auftrag gibt, müsse im Schnitt mit drei Stunden Aufwand und Kosten von rund 500 Euro kalkulieren, so Sandra Queißer vom VPB.
  • Der Sachverständige begutachtet unter anderem Innen- und Außenwände, Balkone, Dachstuhl und Dachrinnen, Treppen, Heizung, Wasserleitungen und Geschossdecken. Er führt auch Feuchtemessungen durch und zieht bei Bestandsimmobilien die Betriebskostenabrechnungen vergangener Jahre heran.
  • Am Ende erhalten Sie als Auftraggeber vom Bausachverständigen ein Protokoll über den Bauzustand. Mit dem Gutachten können Sie kalkulieren, welche Sanierungskosten anfallen und mit welchen Betriebskosten zu rechnen ist. Das Gutachten ist unter Umständen eine Argumentationshilfe, um den Kaufpreis zu senken.

Sie denken über Sanierung oder Kauf einer Immobilie nach? Sprechen Sie uns an – ein Berater von Schwäbisch-Hall informiert Sie unverbindlich über Möglichkeiten zur Finanzierung.