Finanzwissen: Begriffe verständlich erklärt
Willkommen in der Welt von Wohnen und Finanzen! Hier zeigen wir dir, wie du cool wohnen und dein Geld clever managen kannst – ganz easy und verständlich. Lass uns gemeinsam starten für ein chilliges Zuhause und eine fette Zukunft! 🏡💰
Marco wills wissen
Was steht bei dir demnächst an?
Es ist der Auszug oder vielleicht die erste eigene Wohnung? Man freut sich drauf, bis die ersten Briefe vom Amt kommen.
Oder man liest den Mietvertrag und man denkt sich nur so: Was wollen die von mir?
Schreib Marco die Begriffe, die dir am meisten Kopfzerbrechen machen oder unklar sind.
Er wird in den nächsten Videos viele Begriffe aus der Finanzwelt, aber auch aus dem täglichen Leben erklären.
So viel kassiert das Finanzamt wirklich von dir
Was ist das zu versteuernde Einkommen?
Stell dir vor, du verdienst 30.000 € im Jahr. Das ist der Betrag, der in deinem Arbeitsvertrag steht, dein sogenanntes Bruttogehalt.
Aber auf diese 30.000 € zahlst du nicht komplett Steuern. Vorab zieht das Finanzamt verschiedene Pauschalen und Freibeträge ab.
Danach bleiben von deinen 30.000 € etwa 26.000 € übrig. Von diesen 26.000 € wird dann noch der Grundfreibetrag abgezogen.
Am Ende hast du ein zu versteuerndes Einkommen von etwas über 14.000 €.
👉 Obwohl Du also 30.000 € im Jahr verdienst, zahlst du nur auf etwas über 14.000 € Einkommensteuer.
Zu versteuerndes Einkommen berechnen
30.000 Euro Bruttogehalt
- 1.230 Euro Werbungskostenpauschale
- 2.800 Euro Rentenversicherung (Betrag gerundet)
- 11.000 Euro Grundfreibetrag
---------------------------------------------------
= 14.366 Euro zu versteuerndes Einkommen
Steuerpflichtiges Einkommen
Das steuerpflichtige Einkommen ist also der Betrag, auf den du Einkommensteuer zahlst.💡Es ist wichtig zu verstehen, dass dies nicht dasselbe ist wie dein Netto Einkommen.
Einkommensteuer berechnen
Die Höhe der zu zahlenden Steuern hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dein zu versteuerndes Einkommen, der persönliche Steuersatz und eventuelle Steuerfreibeträge.
Bausparen: Die 2 Phasen einfach erklärt
Bausparen einfach erklärt
Ein Bausparvertrag ist ein Spar- und Finanzierungsinstrument. Wenn du das Prinzip verstanden hast, dann weißt du, warum ein Bausparvertrag Planungssicherheit für deine Finanzierung bieten kann.
Bausparvertrag in der Ansparphase
📈 In der Ansparphase sparst du durch die monatliche Sparrate ein Guthaben an. Die Höhe richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen und beträgt in der Regel 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme. Dieses Sparguthaben wird verzinst.
Bausparvertrag in der Darlehensphase
📉 Mit der Auszahlung der festgelegten Bausparsumme – also Guthaben plus Darlehen – kannst du diese Mittel für deine Immobilienwünsche einsetzen. Jetzt beginnt auch die Rückzahlung des Bauspardarlehens.
Die monatliche Rückzahlungsrate setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen, deren Höhe schon bei Abschluss des Bausparvertrags festgelegt wurde.
👉 Beispiel: Du schließt einen Bausparvertrag über 50.000 Bausparsumme ab. Du sparst z.B. 20.000 Euro an und bekommst die restllichen 30.000 Euro als Darlehen.
💰 20.000 Euro Guthaben + 30.000 Euro Darlehen = 50.000 Euro Bausparsumme
Welche Sparform lohnt sich wirklich?
Sparbuch – geringe Zinsen, wenig attraktiv
💰 Das Sparbuch war früher eine sichere Option. Doch die heutigen Zinsen sind sehr gering. Bei Inflation verliert dein Erspartes an Wert.
Tagesgeldkonto – Flexibilität und moderate Zinsen
💵 Ein Tagesgeldkonto bietet dir aktuell Zinsen zwischen zwei und drei Prozent. Diese Sparform ist ideal, wenn du kurzfristig Geld parken möchtest. Du bleibst dabei flexibel.
ETFs – langfristiger Vermögensaufbau mit Risiko
📈 ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine der besten Optionen für den langfristigen Vermögensaufbau. Plane fünf bis zehn Jahre ein. Du investierst in breit gefächerte Aktien- oder Anleihenmärkte. Dabei musst du bereit sein, Risiken einzugehen. Die Märkte können schwanken.
Bausparvertrag – sinnvoll für Immobilienpläne
🏠 Der Bausparvertrag eignet sich besonders, wenn du konkrete Immobilienpläne hast. Möchtest du eine Immobilie kaufen oder renovieren? Dann ist Bausparen sinnvoll. Du sparst zunächst einen Betrag, um später von einem günstigen Kredit zu profitieren.
Fazit
👉 Für kurzfristige Bedürfnisse ist ein Tagesgeldkonto praktisch
👉 ETFs sind für langfristige Anlagen eine attraktive Option
👉 Der Bausparvertrag bietet Planungssicherheit für Immobilieninteressierte 🏠
💡 Tipps zum Geld sparen: Wähle die Sparform, die am besten zu deinem Lebensstil und deinen finanziellen Zielen passt. So kannst du auch mit wenig Geld Vermögen aufbauen.
Vor- und Nachteile von Bausparen
👍Vorteile Bausparen
Bausparen nicht nur für spätere Hausbesitzer sinnvoll
✅Bei Abschluss unter 25 Jahren keine Zweckbindung1
✅Staatliche Förderungen direkt mitnehmen
Bausparen ist nicht teuer
✅ Schon mit kleinen Beträgen kannst du starten
Bausparen bringt kaum Zinsen?
✅Aber: ich kann heute für später günstige Darlehenszinsen sichern
Bausparen & staatliche Förderung
✅ Junge-Leute-Bonus2 & staatliche Förderungen mitnehmen
✅Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber -> frag nach!
Bausparen ist flexibel
✅Je nach Lifestyle und Budget ist die Sparrate anpassbar
✅Früher Start = Vorteil beim Eigenkapital
👎Nachteile Bausparen
🔻Es dauert eine gewisse Zeit, bis man auf das Darlehen zugreifen kann
🔻Wie bei jedem anderen Finanzprodukt fallen Gebühren an
🔻Bausparen ist nicht sinnvoll als reine Sparanlage
💡Fazit: Bausparen ist sinnvoll weil,
👉 du früh mit kleinen Beträgen starten kannst,
👉 dir langfristig Kreditzinsen sicherst,
👉 im besten Fall noch staatliche Förderung mitnehmen kannst und
👉 dir so eine sichere Finanzierung aufbaust.
- Fußnoten
1Unter 25-Jährige können einmalig nach 7 Jahren über ihr Wohnungsbauprämien-gefördertes Bausparguthaben frei verfügen. Bei nicht wohnwirtschaftlicher Verwendung ist die Förderung auf die 7 letzten Sparjahre begrenzt.
2Einmalig nur für unter 28-Jährige in der Tarifvariante FuchsStart. Die Höhe des Bonus wird bei Vertragsabschluss mitgeteilt. Weitere Voraussetzungen §3 ABB.
Brutto? Netto? Was ist der Unterschied?
💰Brutto-Gehalt
Definition: Das Brutto-Gehalt ist der Betrag, der in deinem Arbeitsvertrag steht. Es ist der Gesamtbetrag, den du vor Steuern und anderen Abzügen verdienst.
Beispiel: Wenn du ein Brutto-Gehalt von 3.000 Euro hast, ist das der Betrag, mit dem dein Arbeitgeber plant, dich zu bezahlen.
🤑Netto-Gehalt
Definition: Das Netto-Gehalt ist der Betrag, den du nach Abzügen von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen tatsächlich auf dein Konto bekommst.
Beispiel: Wenn von deinen 3.000 Euro brutto nach Abzügen nur 2.200 Euro übrig bleiben, ist das dein Netto-Gehalt.
🧾Abzüge beim Gehalt
💸 Lohnsteuer:
Diese Steuer wird auf dein Einkommen erhoben. Je mehr du verdienst, desto höher kann auch der Steuersatz sein.
🇩🇪 Solidaritätszuschlag:
Dies ist eine zusätzliche Steuer auf die Lohnsteuer, die teilweise ab einer bestimmten Einkommensgrenze erhoben wird.
⛪ Kirchensteuer:
Wenn du einer Kirche angehörst, kann zusätzlich zur Lohnsteuer eine Kirchensteuer abgezogen werden.
🛡️Sozialversicherungsbeiträge:
🏥Beitrag zur Krankenversicherung
🧓Beitrag zur Rentenversicherung.
💼Beitrag zur Arbeitslosenversicherung
👴Beitrag zur Pflegeversicherung
Zusammenfassung
💰Brutto = Was im Arbeitsvertrag steht
🤑Netto = Was du tatsächlich bekommst
Wenn man von deinem Brutto-Gehalt die Abzüge abzieht, erhältst du dein Netto-Gehalt – das Geld, das dir tatsächlich ausgezahlt wird.