Wer in kurzer Zeit prüfen möchte, ob das eigene Haus grundsätzlich geeignet ist, kann mit diesen fünf Punkten starten:
1. Das Haus hat einen passenden energetischen Standard
Je geringer der Wärmebedarf, desto besser arbeitet die Wärmepumpe in der Regel. Eine gute Dämmung ist daher kein starres Muss für jedes Haus, aber oft ein wichtiger Hebel für Wirtschaftlichkeit und Komfort.
2. Das Heizsystem kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus
Wärmepumpen arbeiten besonders effizient, wenn sie keine sehr hohen Heiztemperaturen liefern müssen. Vorteilhaft sind zum Beispiel Flächenheizungen oder modernisierte Heizkörper mit niedrigem Temperaturbedarf.
3. Es ist ausreichend nutzbare Dachfläche vorhanden
Für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe ist eine PV-Größe von 8 bis 10 kWp oft ein sinnvoller Richtwert. Die exakte Größe hängt von Stromverbrauch, Dachausrichtung, Verschattung und gewünschtem Eigenverbrauch ab.
4. Wärmepumpe und PV-Anlage können sinnvoll gesteuert werden
Damit die Wärmepumpe vor allem dann läuft, wenn Solarstrom verfügbar ist, müssen die Systeme kompatibel sein. In der Praxis sind Schnittstellen, Steuerung und Energiemanagement entscheidend. Wichtig ist hier der Standard "SG Ready" (SG steht für Smart Grid). Er kennzeichnet Wärmepumpen mit einer standardisierten Schnittstelle. Darüber können sie externe Steuersignale annehmen und den Betrieb zeitlich verschieben.
5. Die Elektrik im Haus ist geeignet
Oft unterschätzt: Der Zählerschrank ist ein zentrales Element für das Zusammenspiel von Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und weiteren Stromverbrauchern. Gerade in älteren Häusern kann eine Erweiterung oder ein Austausch nötig werden.