Solarthermie-Förderung: So viel Zuschuss ist drin
Wer jetzt eine Solarthermieanlage im Bestand einbaut, kann mindestens 30 Prozent Grundförderung bekommen. Mit Boni sind sogar bis zu 80 Prozent möglich.
Wer jetzt eine Solarthermieanlage im Bestand einbaut, kann mindestens 30 Prozent Grundförderung bekommen. Mit Boni sind sogar bis zu 80 Prozent möglich.
Aktualisiert am 10.08.2026
Artikel erstellt von
Sebastian Flaith
Schwäbisch Hall-Redaktion
Für den Einbau einer Solarthermie-Anlage im Bestand gibt es über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) einen Zuschuss von mindestens 30 Prozent. Je nach Einkommen und je nachdem, ob eine alte Heizung ersetzt wird, fällt die Förderung höher aus. Die Förderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Seit dem 21. Juli 2026 gelten dafür neue Bedingungen.
| Förderbaustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Für förderfähige Heizungsmaßnahmen im Bestand, also für den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasseheizung oder den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz |
| Einkommensbonus | 10 %, 30 % oder 40 % | Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen; mit Familienzuschlag verschieben sich die Einkommensgrenzen um einmalig 10.000 Euro |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer alten Heizung; sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte |
| Obergrenze | bis zu 80 % | Theoretisch beträgt die Höchstförderung 86 %, wird aber auf 80 % gedeckelt. Für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigem zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen sind 80 % möglich; sonst in der Regel bis zu 70 % |
Förderfähig sind nach den aktuellen KfW-Regeln bei der ersten Wohneinheit bis 31. Januar 2027 maximal 28.000 Euro. Bei einer Förderobergrenze von 80 % ergibt das maximal 22.400 Euro Zuschuss. Laut KfW sinkt der förderfähige Höchstbetrag ab 2027 weiter.
👉 Detaillierte Infos dazu finden Sie in unserem Artikel zur Heizungsförderung
Antragsberechtigt sind vor allem Eigentümer von Bestandsgebäuden. Der Einkommensbonus richtet sich an selbstnutzende Eigentümer und ist an das Haushaltsjahreseinkommen gebunden.
So stellen Sie den Antrag – Schritt für Schritt
👉 Alles Wissenswerte zum Antragsweg finden Sie in diesem Artikel: Energetische Sanierung - Förderung richtig beantragen
Die Förderung hilft, sie löst aber nicht jedes Finanzierungsproblem sofort. Denn der Zuschuss wird in der Regel erst nach Abschluss der Maßnahme ausgezahlt. Wer die Investition nicht komplett aus Eigenmitteln bezahlen möchte, kann Zuschuss und Finanzierung deshalb miteinander kombinieren.
Eine wichtige Option ist der KfW-Ergänzungskredit. Er kann bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit betragen. Haushalte mit einem Haushaltsjahreseinkommen bis 90.000 Euro erhalten beim Programm 358 einen zusätzlichen Zinsvorteil. Beantragt wird der Kredit nicht direkt bei der KfW, sondern über einen Finanzierungspartner.
Für den verbleibenden Eigenanteil kann zusätzlich ein Modernisierungskredit sinnvoll sein. So lässt sich die Förderung mit einem passenden Finanzierungsplan verbinden. Gerade für Modernisierer und Erstkäufer ist das interessant, weil Zuschuss, Kredit und eigener Spielraum sauber aufeinander abgestimmt werden können.
Solarthermie könnte für Sie infrage kommen? Sie suchen dafür aber noch die passende Finanzierung? Fragen Sie dazu einen unserer Schwäbisch Hall-Heimatexperten bei Ihnen vor Ort.
Solarthermie nutzt die Energie der Sonne, um Wärme zu erzeugen. Anders als bei Photovoltaik entsteht also kein Strom, sondern warmes Wasser für Haushalt und Heizung.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Kollektoren auf dem Dach nehmen Sonnenwärme auf, ein Wärmeträger transportiert sie weiter und ein Speicher hält die Energie für später bereit.
Solarthermie und Photovoltaik werden oft verwechselt. Der Unterschied ist simpel: Solarthermie erzeugt Wärme, Photovoltaik Strom.
Beide Technologien können sinnvoll sein. Und beide lassen sich auch kombinieren. Wichtig bei der Förderung: Die Systeme werden getrennt betrachtet und jeweils nach ihren eigenen Förderregeln behandelt.
Solarthermie kann sich lohnen, wenn das Haus zur Technik passt und die Anlage sauber geplant wird. Ein großer Pluspunkt 2026 ist die attraktive Förderung von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten in den begünstigten Fällen. Für viele Eigentümer gilt aber nicht automatisch der Höchstsatz.
Vorteile:
Nachteile:
Ob sich Solarthermie rechnet, hängt vom Gebäude, vom Wärmebedarf und von der geplanten Heiztechnik ab. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Für viele Eigentümer verbessert die Förderung aber die Ausgangslage deutlich, weil sie den Eigenanteil spürbar senken kann.
Wie bei jeder Modernisierung ist die Frage nach der Machbarkeit und den Kosten immer sehr individuell. Solarthermie-Anlagen decken zwar nicht zu 100 Prozent den Wärmebedarf ab, sie können aber in den Sommermonaten bei guter Planung den kompletten Warmwasserbedarf einer Familie abdecken und so das Heizsystem entlasten. Auch wegen steigender Energiekosten können sie sich nach wenigen Jahren armortisieren.
Wann sich diese Investition wirklich rentiert, lässt sich nur mithilfe eines Profis seriös berechnen. Holen Sie sich noch vor der Planung einen Energieberater ins Boot. Er kann nicht nur verlässliche Aussagen zur Wirtschaftlichkeit treffen, er kennt sich auch mit den Förderbedingungen aus.
👉 Was so eine Anlage kostet, mit welcher Ersparnis Sie rechnen können, das lesen Sie hier: Kosten Solarthermie - was kommt auf mich zu?
Ihr Heimatexperte von Schwäbisch Hall kennt die aktuellen Förderbedingungen und hilft Ihnen, Förderung und Finanzierung optimal zu kombinieren.
Die Grundförderung liegt bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Dazu kommen 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und – für selbstnutzende Eigentümer je nach Einkommen – 10, 30 oder 40 Prozent Einkommensbonus. Rechnerisch sind damit bis zu 86 Prozent möglich, die KfW deckelt den Zuschuss aber auf maximal 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei maximal 28.000 Euro an förderfähigen Kosten liegt der höchste Fördersatz demnach bei 22.400 Euro.
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen in der BEG. Die Grundförderung bleibt bei 30 Prozent. Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 Prozent und sinkt ab 1. Februar 2027 sowie danach halbjährlich um 4 Prozentpunkte.
Gefördert werden Eigentümer von Bestandsgebäuden. Für den Einkommensbonus gelten zusätzliche Vorgaben, vor allem für selbstnutzende Eigentümer und deren Haushaltsjahreseinkommen.
Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Wer zu spät mit dem Antrag startet, riskiert den Zuschuss.
Kombinationen sind grundsätzlich möglich und in vielen Fällen sinnvoll. Entscheidend ist, dass die jeweiligen Anlagenteile die Förderbedingungen erfüllen und korrekt beantragt werden. Für die genaue Einordnung sollte im Zweifel die aktuelle KfW-Förderzusage herangezogen werden.
Der Klimageschwindigkeitsbonus ist ein zusätzlicher Bonus für Eigentümer, die beim Heizungstausch nicht lange warten und eine alte, noch funktionsfähige Heizung durch eine klimafreundliche Lösung ersetzen. Seit dem 21. Juli 2026 beträgt dieser Bonus 16 Prozent der förderfähigen Kosten. Ab 1. Februar 2027 sinkt er zum ersten Mal, danach jeweils zum 1. Februar und 1. August um 4 Prozentpunkte.
Der Bonus gilt für den Austausch von funktionsfähigen Ölheizungen, Kohleheizungen, Gas-Etagenheizungen und Nachtspeicherheizungen – hier spielt das Alter der alten Heizung keine Rolle. Bei Gasheizungen und Biomasseheizungen gilt der Bonus nur, wenn die alte Anlage zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 20 Jahre in Betrieb ist.
Wichtig ist außerdem: Der Klimageschwindigkeitsbonus richtet sich an selbstnutzende Eigentümer.
Ja. Die Solarthermie-Förderung kann mit einer Finanzierung kombiniert werden. Offiziell ist vor allem der KfW-Ergänzungskredit dafür vorgesehen. Reicht der Zuschuss nicht aus, kann der übrige Finanzierungsbedarf außerdem über ein separates Modernisierungsdarlehen gedeckt werden, etwa für den Eigenanteil oder zur Zwischenfinanzierung.
Welche Kombination ist für sie die beste? Fragen Sie dazu Ihren Heimatexperten vor Ort.
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