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Rentenlücke: Reicht dir dein Geld auch im Alter?


Schon früh an das Alter zu denken und vorzusorgen ist wichtig. Oft reicht das Einkommen in der Rente nicht mehr aus, um so leben zu können wie bisher. 

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Das Wichtigste in Kürze

Veröffentlicht am 31.10.2026

  • Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deiner Rente und dem Geld, das du im Alter wirklich zum Leben brauchst.
  • Je früher du anfängst vorzusorgen, desto wenger musst du monatlich zurücklegen.
  • Mit Wohneigentum kannst du mietfrei wohnen und so für's Alter vorsorgen.
Lisa Rauch

Artikel erstellt von
Lisa Rauch
Schwäbisch Hall-Redaktion

     

Was ist die Rentenlücke und warum gibt es sie?

Du gehst 40 Jahre arbeiten, zahlst Monat für Monat in die Rentenkasse ein – und trotzdem könnte das Geld im Ruhestand knapp werden.

Genau hier entsteht die Rentenlücke: die Differenz zwischen deiner Rente und dem Geld, das du zum Leben brauchst.

Das Rentenniveau liegt aktuell bei rund 48 Prozent, also etwa halb so viel als dein Einkommen vor der Rente. Als Faustregel gilt: Im Alter brauchst du etwa 80 Prozent deines letzten Nettogehalts. Das zeigt, warum zusätzliche Vorsorge wichtig sein kann, um deinen Lebensstandard weiterhin halten zu können.

Frau schaut nachdenklich
(Quelle: Alvin - stock.adobe.com_KI generiert)

     

Wie viel Rente bekommst du später?

Reicht dein Geld im Alter? Die Zahlen zeigen, worauf du dich einstellen solltest!

Nettoeinkommen (heute) Wunschrente (80 %) Voraussichtliche Rente Rentenlücke/Monat
1.500 € 1.200 € ~700-800 € ~400-500 €
2.000 € 1.600 € ~900 € ~700 €
2.500 € 2.000 € ~1.100 € ~900 €

Wie groß ist meine Rentenlücke?

Wie viel Geld brauchst du später, um deinen Lebensstandard zu halten – und wie viel Rente bekommst du voraussichtlich? Die Differenz zeigt dir, wie viel dir im Monat fehlt. Mit dem folgenden Rechner kannst du deine Rentenlücke berechnen.

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Auch wenn die Rente noch weit weg scheint: Es lohnt sich, schon heute darüber nachzudenken. Als Faustregel gilt, dass du im Ruhestand etwa 80 Prozent deines letzten Nettogehalts brauchst, um deinen Lebensstandard zu halten. Bei einem Nettoverdienst von 2.000 Euro sind das 1.600 Euro. Miete, Einkaufen und Freizeit kosten weiterhin Geld. Wer später mietfrei wohnt, braucht oft weniger.

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Ab 27 Jahren bekommst du von der Deutschen Rentenversicherung jährlich eine Renteninformation, wenn du mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt hast. Sie zeigt dir, wie hoch deine Rente voraussichtlich ausfällt.

Und diese Rolle spielen dabei die Rentenpunkte: Wer ein Jahr lang durchschnittlich verdient, erhält einen Rentenpunkt – er bringt aktuell 42,52 Euro brutto Rente im Monat. Bei 40 Punkten, also 40 Arbeitsjahren, wären das rund 1.701 Euro brutto.

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Was heute 100 Euro kostet, kann in 20 oder 30 Jahren deutlich teurer sein. Durch die Inflation sinkt deine Kaufkraft und deine Rentenlücke kann dadurch noch größer werden.

Die Tabelle zeigt, wie stark sich das über die Jahre auswirken kann.

Jahre bis zur Rente Heutige Rentenlücke Reale Lücke (bei 2 % Infaltion)
20 Jahre 450 € ~670 €
30 Jahre 450 € ~810 €
40 Jahre 450 € ~990 €

Die gute Nachricht: Wer früh mit dem Sparen anfängt, hat mehr Zeit, sein Geld zu vermehren. Dank des Zinseszinseffekts können selbst kleine Beträge langfristig einen Unterschied machen. 

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Damit du im Alter möglichst genau so weiterleben kannst wie bisher, solltest du bis zur Rente eine gewisse Summe angespart haben. Kennst du bereits deine Rentenlücke? Dann verschaffe dir hier einen Überblick. 

Monatliche Rentenlücke Dauer des Ruhestands ca. 18 Jahre (Lebenserwartung von 85 Jahren) 
250 € ~54.000 €
450 € ~97.200 €
700 € ~151.200 €
900 € ~194.400 €
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Dir fehlen später jeden Monat 450 Euro? Hochgerechnet auf 25 Jahre Ruhestand ergibt das eine Rentenlücke von 135.000 Euro. Aber wie viel musst du dafür heute monatlich sparen? 

Startalter  Sparzeit bis 67  Monatliche Sparrate (ohne Rendite & Inflation) Monatliche Sparrate (bei 2 % Inflation)
20 Jahre 47 Jahre ~239 € ~607 €
25 Jahre 42 Jahre ~268 € ~615 €
30 Jahre 37 Jahre ~304 € ~633 €
35 Jahre 32 Jahre ~352 € ~663 €
40 Jahre 27 Jahre ~417 € ~711 €

Das bedeutet für dich: Wenn du früh anfängst, gibst du deinem Geld mehr Zeit zu wachsen. Wartest du zehn Jahre, kann es sein, dass du monatlich deutlich mehr sparen musst, um dasselbe Ziel zu erreichen. Wie viel mehr, hängt von Sparziel, Rendite und Laufzeit ab. 
 

So berechnest du deine monatliche Sparrate:

✅ Dein benötigtes Vermögen im Alter berechnen

Multipliziere deine monatliche Rentenlücke mit 12 und der Anzahl der Jahre, die du im Ruhestand überbrücken möchtest.

Beispiel: 450 € Rentenlücke x 12 Monate x 25 Jahre = 135.000 €
 

✅ Deine Sparrate berechnen

Teile das benötigte Vermögen durch die Anzahl der Jahre bzw. Monate, die dir bis zur Rente bleiben.

Beispiel: Du bist 30 Jahre alt und möchtest mit 67 in Rente gehen. Du hast also 37 Jahre bzw. 444 Monate Zeit.

135.000 € ÷ 444 Monate = rund 304 € monatlich 

Rentenlücke: Was passiert, wenn ich nichts tue?

Wer sich nur auf die gesetzliche Rente verlässt, muss im Alter möglicherweise den Gürtel enger schnallen und durch die Inflation wird das Geld mit der Zeit weniger wert. Deshalb: Starte doch direkt heute, denn auch kleine Beträge machen auf lange Sicht einen großen Unterschied, um die Versorgungslücke zu schließen. Wie du am besten loslegen kannst, erfährst du hier. 


So kannst du deine Rentenlücke schließen

Gesetzliche Rente stärken

Kurz gesagt: Je länger du einen Beitrag in die gesetzliche Rentenkassse einzahlst, desto mehr Rente erhätst du im Alter. Du erhältst nicht nicht nur in der Zeit, in der du normal arbeitest Rentenpunkte, sondern auch in folgenden Fällen: 

  • Berufsausbildung
  • Krankheit und Arbeitslosigkeit 
  • Pflege von Angehörigen
  • Kindererziehung

Privat vorsorgen – früh und regelmäßig

Es gibt verschiedene Wege neben der gesetzlichen Rente, deine Rentenlücke zu schließen. Welche Vorsorge zu dir passt, hängt von deinem Einkommen, deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab. Verschaffe dir hier einen Überblick:

  1. ETF-Sparplan / Altersvorsorgedepot

    Mit einem ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot ab 2027 (staatlich gefördert) kannst du langfristig in Aktienmärkte investieren – mit Renditechancen, aber auch Risiken.

  2. Eigenheimrente (ab 2027)

    Wohneigentum ist eine Säule der privaten Altersvorsorge. Die Eigenheimrente, also der Altersvorsorge-Bausparvertrag, wird ab 2027 noch besser staatlich gefördert. Bisher wurde diese Form "Riester-Rente" genannt.

  3. Betriebliche Altersvorsorge

    Du baust über deinen Arbeitgeber eine zusätzliche Rente auf. Teilweise lässt sie sich mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) kombinieren.

  4. Private Rentenversicherung

    Du zahlst regelmäßig Beiträge und erhältst dafür später eine zusätzliche Rente. Je nach Vertrag bietet sie allerdings weniger Renditechancen.

Anlageformen im Vergleich

Du willst fürs Alter vorsorgen, weißt aber nicht, welche Anlageform zu dir passt? Hier ein Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten:

  Tagesgeld ETF/ Altersvorsorgedepot Riester-Rente (bisher) / Eigenheimzulage ab 2027 Betriebliche Altersvorsorge
Flexibilität Sehr hoch (jederzeit verfügbar) Hoch (verkaufbar) Vor Renteneintritt für Bau, Kauf, Umschuldung, bestimmte Modernisierungsmaßnahmen nutzbar Gering (an Arbeitgeber gebunden)
Rendite Variabel, aktuell ~2-3%  hoch, aber schwankend Abhängig von Tarif Abhängig von Durchführungsweg
Risiko Sehr gering Mittel (Kursschwankungen) Gering Gering bis mittel
Staatliche Förderung Keine Altersvorsorgedepot ab 2027 förderfähig Zulagen + ggf. Steuervorteile Arbeitgerzuschuss (mind. 15 %)
Für wen geeignet Notgroschen, kurzfristige Ziele Langfristiger Vermögensaufbau, Renditeorientiert, Kapitalrente Wunsch nach Wohneigentum Alle Arbeitnehmer mit AG-Zuschuss

Bist du noch in der Ausbildung? Hier erfährst du, wie du als Student oder als Azubi Geld anlegen kannst. 

VL + Bausparvertrag = der smarte Einstieg für Berufseinsteiger


Wohneigentum: Wie Bausparen deine Rentenlücke verkleinert

Keine Miete im Alter zu zahlen, kann deine monatlichen Ausgaben deutlich senken. Denn wer im eigenen, möglichst abbezahlten Zuhause wohnt, braucht oft weniger Rente, um den eigenen Lebensstandard zu halten. Kosten für Instandhaltung, Nebenkosten und mögliche Sanierungen bleiben aber bestehen.

Ein staatlich geförderter Altersvorsorge-Bausparvertrag, die sogenannte Eigenheimrente, kann dich auf dem Weg ins Eigenheim unterstützen: Du baust Schritt für Schritt Eigenkapital auf, profitierst von der Altersvorsorge-Förderung und sicherst dir wie bei einem klassischen Bausparvertrag feste Darlehenszinsen für das spätere Bauspardarlehen. Ob das zu dir passt, hängt von deinen Plänen und deiner finanziellen Situation ab.

Erfahre mehr über Immobilien als Altersvorsorge. Auch die Altersvorsorgereform ab 2027 kann neue Möglichkeiten für die geförderte Vorsorge eröffnen.   

       

Du hast noch Fragen? Oder schon Lust auf die eigenen vier Wände? Infos anfordern oder ganz unverbindlich einen unserer Heimatexperten fragen. Die unterstützen dich gerne, bei allem, was ansteht.


Rentenlücke: Fragen & Antworten

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Die kurze Antwort: Am besten so früh wie möglich! Denn beim Sparen hilft dir der Zinseszinseffekt: Du bekommst nicht nur Zinsen auf dein Geld, sondern irgendwann auch auf bereits erhaltene Zinsen.

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Dein rentenversicherungspflichtiges Jahresbruttogehalt geteilt durch das Durchschnittsentgelt (51.944 Euro im Jar 2026) ergibt deine Rentenpunkte für ein Jahr. Beispiel: Verdienst du 2026 durchschnittlich 51.944 Euro brutto im Jahr, erhältst du 1 Rentenpunkt. Je mehr du im Vergleich zum Durchschnitt verdienst, desto mehr Punkte bekommst du – innerhalb der gesetzlichen Grenzen. So kannst du die Rentenpunkte für jedes Jahr berechnen, in dem du gearbeitet hast.

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Ja, aber es kommt darauf an! Während einer Ausbildung sammelst du in der Regel Rentenpunkte, wenn du rentenversicherungspflichtig beschäftigt bist. Beim Studium allein sammelst du normalerweise keine Rentenpunkte. Bestimmte Ausbildungs- und Studienzeiten können aber später als Anrechnungszeiten berücksichtigt werden.

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Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem Umlageverfahren. Die heutigen Beschäftigten finanzieren mit ihren Beiträgen die heutigen Renten. Dabei müssen immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, sodass die Menschen im Durchschnitt länger Rente beziehen. Dadurch gerät das Rentensystem zunehmend unter Druck.

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Ab 2027 gibt es höhere staatliche Zuschüsse. So soll es attraktiver werden, früh fürs Alter zu sparen. Neben dem Altersvorsorgedepot wird auch die Eigenheimrente, also der Altersvorsorge-Bausparvertrag, staatlich gefördert. Hier kannst du dich genauer informieren. 

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Wer im Alter mietfrei im eigenen Zuhause wohnt, hat geringere monatliche Ausgaben und benötigt weniger Rente. Der Altersvorsorge-Bausparvertrag kann dabei helfen, Eigenkapital für Wohneigentum aufzubauen, bei Berechtigung von der Altersvorsorge-Förderung zu profitieren und sich wie beim klassischen Bausparvertrag günstige Darlehenszinsen zu sichern. So kann Wohneigentum ein Mittel sein, um die Rentenlücke zu verkleinern. 

Gute Beratung ist unverzichtbar

Mit den richtigen Informationen lässt sich fürs Alter frühzeitig vorsorgen. Unser Heimatexperte vor Ort ist jederzeit für dich da und berät dich gerne. Vereinbare jetzt einen Termin und profitiere von unserer umfassenden Beratung.


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