Schallschutztür: Der Lärm muss draußen bleiben!

Lärm erhöht den Stresspegel, raubt den Schlaf und kann krank machen – mit einer Schallschutztür können Sie die Belastung entscheidend senken. Multifunktionstüren sparen darüber hinaus Energie und senken das Einbruchsrisiko. Worauf es bei der Auswahl einer Schallschutztür ankommt, haben wir hier zusammengefasst.


Eine gute Schallschutztür besteht aus mehreren Schichten

Zunächst zum Hauptaspekt Schallschutz. Wir sind es gewohnt, bei Fenstern auf diese Funktion zu achten – dass sie auch bei Türen eine wichtige Rolle spielt, ist vielen Hausbesitzern nicht bewusst. In Deutschland sind unterschiedliche Dämmwerte für verschiedene Gebäudetypen wie Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser durch das Bauordnungsrecht geregelt. So gibt es auch bestimmte Vorgaben für Schallschutztüren, die in der Industrienorm DIN 4109 definiert sind. Deren Anforderungen müssen beim Einbau einer Schallschutztür eingehalten werden.

Wie hoch die Schalldämmung bei einer Tür ist, hängt unter anderem davon ab, ob sie einlagig oder mehrlagig, also aus mehreren Schichten aufgebaut ist. Einlagige Türen bieten Dämmwerte von 25 bis 35 Dezibel, mehrlagige können deutlich mehr leisten.


So funktioniert das Feder-Masse-System

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Die mehrlagigen oder auch mehrschaligen Schallschutztüren bestehen üblicherweise aus zwei oder mehreren Schalen, zwischen denen sich eine Füllung befindet, meist aus Mineralwolle. Weil die Füllung zwischen den möglichst massereichen Schalen wie eine Feder wirkt, spricht man von einem Feder-Masse-System, das die eindringenden Schallwellen abschwächt. Dämmwerte von 45 Dezibel sind dadurch durchaus möglich.

Aufgrund ihrer Schalenkonstruktion sind mehrlagige Schallschutztüren in der Regel dicker als einlagige. Bei einlagigen Türen sollte man darauf achten, dass das Türblatt möglichst schwer ist. Denn je größer die Masse, desto besser ist bei der Tür der Schallschutz.

Dichtungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle

Die beste Schallschutztür nützt wenig, wenn sie nicht gut abgedichtet ist. Zum einen kommt es auf die Abdichtung zwischen Zarge (Türrahmen) und Wand sowie zwischen Zarge und Türblatt an. Sollten die Fugen bei geschlossener Tür nicht vollständig dicht sein, sorgen hier elastische Akustikdichtungen sowie gegebenenfalls zusätzliche Falzdichtungen für Abhilfe.

Zum anderen ist die Abdichtung zwischen Türblatt und Boden von Wichtigkeit. Hier werden im Wesentlichen drei Arten von Dichtungen zum Schallschutz eingesetzt:

  • Schwellendichtungen
  • Auflaufdichtungen
  • Absenkdichtungen

Die Absenkdichtung arbeitet eigentätig

 

Die Absenkdichtung ist die modernste und heutzutage am häufigsten verwendete Variante. Schließt man die Schallschutztür, senkt sich automatisch ein Dichtungsstreifen. Er besteht aus Filz oder Gummi und schließt die Fuge zwischen Türblatt und Fußboden. Guten Schallschutz bietet auch eine Schwellendichtung an der Unterkante der Tür oder alternativ eine Auflaufdichtung. Diese wird angeklebt oder angeschraubt, eignet sich für Parkett, Laminat und Dielenböden, nicht aber für unter der Tür hindurchgehenden Teppichboden.

Übrigens: Wer über den Einbau einer Schallschutztür nachdenkt, sollte in seine Planung Überlegungen zu Wärmedämmung und Einbruchschutz einbeziehen.

Gute Dämmung spart Energie

Die bereits angesprochenen Multifunktionstüren bieten Vorteile in allen drei Bereichen. Neben Schallschutzkomponenten verfügen sie über eine einbruchhemmende Ausstattung etwa mit Sicherheitsschließblechen. Spezielle Energiesparhaustüren zeichnen sich durch eine besonders gute Isolierung aus. Sie reduzieren Wärmeverluste um bis zu 75 Prozent und können ein Element sein, um die Vorschriften der Dämmwerte eines KfW-55-Hauses zu erreichen. Auskunft über den Grad der Wirksamkeit gibt der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient, angegeben in W/(m² x K). Je kleiner er ist, umso besser die Dämmung.Auch durch einfache Maßnahmen lässt sich bereits eine Tür gut dämmen. Wer seine Tür (noch) nicht austauschen will, kann auch zu Dichtungsstreifen greifen. Sie werden zwischen Tür und Zarge geklebt – immerhin ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Wärmedämmung.

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