Trockenbau: Neue Wände in Eigenregie erstellen

Trockenbau bietet vielfältige Möglichkeiten, das Eigenheim mit selbst gebauten Wänden umzugestalten. Wir zeigen, wie Sie mit etwas handwerklichem Geschick zum Innenarchitekten werden und den Wohnwert Ihrer Immobilie erhöhen können.


System mit vielen Möglichkeiten

Der Clou der Trockenbautechnik klingt schon im Namen an: Man erstellt den Innenausbau weitestgehend ohne feuchte Materialien wie Beton, Mörtel oder Putz. Das macht Trockenbausysteme zur perfekten Möglichkeit, sauber und schnell in Innenräumen die geplante Raumaufteilung zu verwirklichen. Da die Umsetzung relativ einfach ist, können geübte Heimwerker schon beim Bau ihres Hauses ansehnliche Anteile an Eigenleistung erbringen. Auch bei der Grundrenovierung einer Immobilie lassen sich große Bereiche der Arbeiten selbst erledigen.

Trockenbau bietet eine einzige Einschränkung – und viele Möglichkeiten:

  • Es können keine tragenden Wände erstellt werden. Trockenbausysteme sind nur zur Erstellung von Raumwänden im Hausinneren beziehungsweise als Innenverkleidung etwa von gedämmten Dachflächen oder Kellerwänden geeignet.
  • Trockenbausysteme ermöglichen neue Raumaufteilungen überall dort, wo keine tragenden Konstruktionen benötigt werden.
  • Trockenbauwände können im Hausinneren die Schalldämmung und Wärmeisolierung beträchtlich verbessern.
  • Mit Trockenbauwänden lässt sich der Brandschutz erhöhen.

Mit besseren Wänden den Wohnkomfort steigern

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Trockenbau ist nicht nur eine praktische Methode, einfach und schnell neue Wände zu ziehen. Es lässt sich damit auch zugleich der Wohnkomfort erhöhen: Die benötigten Gipskartonplatten werden mit unterschiedlichen Eigenschaften angeboten. Sie sind für Feuchträume nässeresistent und bieten in Wohnräumen hohen Flammenwiderstand. Auch der Schallschutz ist eine Frage der geeigneten Platten sowie der richtigen Montage und der Wahl des Dämmmaterials.

Trockenbaumaterialien sind in unterschiedlicher Ausführung erhältlich. Die Trägersysteme gibt es in Metall oder Holz. Die benötigten Gipskartonplatten werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Sie können optimal nach

  • den Transportmöglichkeiten (Passen sie in den Kombi?)
  • den Gegebenheiten vor Ort (Kann ich sie durch Treppenhaus oder Dachluke bugsieren?)
  • den Verarbeitungsmöglichkeiten (Muss ich sie allein montieren?)

gewählt werden.

Praktische Baukastensysteme: Neue Wände in 7 Schritten

Die Idee des Trockenbaus ist einfach: Aus standardisierten Elementen wird ein Wandgerippe erstellt, das Sie mit Gipskartonplatten verkleiden. Alle Materialien sind einfach zu verarbeiten, und viele Schritte lassen sich auch von einer einzigen Person umsetzen.

So entstehen Ihre neuen Wände:

  1. Sie legen die neue Raumaufteilung etwa beim Ausbau von Dachboden oder Keller fest und zeichnen den Verlauf der neuen Wände im Grundriss und im Raum selbst auf.
  2. Aus vorgefertigten Metall- oder Holzmodulen erstellen Sie das Gerüst der neuen Wände. Alle Elemente werden in vorgegebenen Abständen montiert, um die nötige Stabilität zu erreichen.
  3. Mit der Anbringung von Gipskartonplatten mittels Spezialschrauben schließen Sie die neuen Wände von einer Seite.
  4. Nach Einbringung des Dämmmaterials und Verlegung der nötigen Versorgungsleitungen schließen Sie auch die zweite Wandfläche. Dann werden Türzargen eingebaut.
  5. Stöße und Fugen zwischen den Gipskartonplatten werden sorgfältig verspachtelt.
  6. Ist der Wandrohbau fertig, erfolgt die Installation von Schaltern und Steckdosen.
  7. Abschließend wird die dekorative Gestaltung mit Tapeten oder Farben und in Nassräumen mit Fliesen vorgenommen.

Achtung, Fehler vermeiden

Trockenbau hat ein Manko: Da die Erstellung neuer Wände sehr einfach ist, kommt so mancher Heimwerker auf die Idee, alle Arbeitsschritte selbst machen zu wollen. Dabei sollten ein paar Risiken vermieden werden:

Elektro-, Wasser- und gegebenenfalls Gasinstallationen sind Sache von Fachleuten! Wer deren Arbeit etwa durch das Verlegen von Kabeln vorbereiten will, muss daran denken, dass beim Trockenbau dieselben Grundregeln gelten wie auch sonst: Leitungen werden nie schräg über die Wand, sondern immer rechtwinklig verlegt. Nur so vermeiden Sie das Risiko, später mal ein Kabel anzubohren. Und: Von jeder Trockenbauwand sollten Sie eine Konstruktionsskizze anfertigen. Damit wissen Sie später immer, wo eine senkrechte oder vielleicht waagerechte Versteifungsstrebe und eben Kabel oder andere Leitungen verlaufen.

Ein häufiger Fehler beim Trockenbau ist, die neuen Innenwände nicht akustisch von Boden und Außenwänden abzukoppeln. Beachten Sie also tunlichst alle Herstellerhinweise zur Schalldämmung und wählen Sie das richtige Material.


Dauerhaft stabil – und flexibel

Der große Vorteil des Trockenbaus ist nicht nur die einfache Umsetzbarkeit bei relativ niedrigen Kosten. Niemand legt sich bei der Erstellung von Trockenbauwänden auf lange Sicht fest. Sollten sich Ihre Wohnbedingungen ändern, können Trockenbauwände ganz einfach wieder ausgebaut werden – der erneuten Anpassung der Räume an Ihren Bedarf steht dann nichts im Wege.

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