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Wissenswertes zu Bauzinsen

  • Wichtiges Detail der Baufinanzierung
  • Wie die Höhe der Bauzinsen bestimmt wird
  • Infos zu Sollzins und Effektivzins

 

 

Bauzinsen – wichtiger Bestandteil der Baufinanzierung

Bauzinsen sind ein wichtiges Detail in Ihrer Finanzierung. Sie sind der Preis, den der Kreditgeber für die Bereitstellung der Kreditsumme erhält. Immobiliendarlehen gehören zu den langfristigen Krediten. Daher bestimmt der anfänglich festgelegte Zinssatz die Kosten der Baufinanzierung für die folgenden Jahre. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Bauzinsen wissen müssen.

Bauzinsen: kleine Zahl mit großer Wirkung

Die Baufinanzierung erstreckt sich über einen langen Zeitraum, daher bedeuten bereits kleine Zinsunterschiede eine große zusätzliche Be- oder Entlastung. Zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Baufinanzierung abschließen, gibt das marktübliche Zinsniveau den Rahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens bleibt ein gewisser Spielraum, den Sie für sich nutzen können.

Sie möchten wissen, wie hoch oder niedrig die Bauzinsen aktuell sind und mit welcher Zinsbindung Sie von aktuellen Entwicklungen profitieren können? Ihr Heimatexperte berät Sie gern. Baufinanzierung ist ein großer Schritt – mit unseren individuell abgestimmten Finanzierungsangeboten machen wir Ihnen den Weg in die eigenen vier Wände so einfach wie möglich.


Bauzinsen: Entwicklung

Bauzinsen sind keine starre Zahl, ihre Höhe hängt vom allgemeinen Zinsniveau ab. Eine zuverlässige Bauzinsen-Prognose kann niemand aussprechen – daher sollten Sie niedrige Zinsen langfristig festschreiben. So sind Sie auf der sicheren Seite, wenn das Zinsniveau steigt.

Baufinanzierung: Zinsen

Keine Baufinanzierung ohne Bauzinsen: Wenn Sie eine Immobilie bauen oder kaufen und dafür einen Kredit aufnehmen, müssen Sie im Anschluss den vertraglich festgelegten Darlehensbetrag plus Bauzinsen an die Bank oder Bausparkasse zurückzahlen.


Sollzins

Der Sollzins gibt die Höhe der Verzinsung des Darlehens an. Er ist wichtig, um Ihre monatliche Belastung auszurechnen: Diese setzt sich zusammen aus der Tilgungsrate und der Zinszahlung gemäß Sollzinssatz.

Effektivzins

Der Effektivzins beinhaltet alle preisbestimmenden Faktoren wie z. B. Sollzinssatz und die Bearbeitungsgebühren. Er gibt über die Gesamtkosten des Darlehens Aufschluss und ermöglicht es Ihnen, Kreditangebote zu vergleichen.

 

 

Bauzinsen – Fragen und Antworten

Wenn Sie eine Immobilie bauen oder kaufen und sich dafür Geld von einem Kreditgeber leihen, müssen Sie dieses Darlehen plus Bauzinsen zurückzahlen. Bauzinsen werden auch Baugeldzinsen, Hypothekenzinsen und Immobilienzinsen genannt.

Wie hoch sind die Bauzinsen?

Einen verbindlichen Zinssatz für die Baufinanzierung gibt es nicht, auch wenn Online-Suchmaschinen heute den direkten Preisvergleich erleichtern. Wer Laufzeit, Wunschrate und Kredithöhe angibt, erhält eine Vielzahl von Angeboten mit dem jeweiligen Effektivzins. Daran lässt sich abschätzen, in welchem Rahmen sich eine Baufinanzierung aktuell bewegt.

Diese Informationen geben nur einen groben Anhaltspunkt, wenn Sie Ihre Zinsen berechnen wollen. Für die Planung Ihrer individuellen Baufinanzierung reichen sie nicht aus. Denn bevor eine Bausparkasse oder Bank ein konkretes Finanzierungsangebot macht, prüft sie eine Vielzahl von Faktoren, darunter:

  • verfügbares Eigenkapital
  • Bonität
  • Verhältnis zwischen Kreditsumme und Preis der Immobilie

Wenn Sie über einen hohen Anteil an Eigenkapital verfügen, erhalten Sie einen günstigeren Zinssatz, ebenso bei guter Bonität. Wenn Sie nur einen Teil, beispielsweise 60 Prozent der Immobilie beleihen, erhalten Sie bessere Konditionen als Kunden, die 80 oder 90 Prozent des Kaufpreises finanzieren wollen.  

 

Wie entwickeln sich die Bauzinsen?

In Phasen sehr niedriger Zinsen können diese praktisch nur in eine Richtung gehen: nach oben. Dann ist es wichtig, sich niedrige Zinsen langfristig zu sichern. In Zeiten hoher Zinsen ist dies anders: Dann besteht die Möglichkeit, dass die Zinsen sinken. In diesem Fall bedeutet die Zinsbindung für den Kreditnehmer einen vergleichsweise teuren Vertrag.

Die Zinsen für Immobilienkredite entwickeln sich parallel zum allgemeinen Zinsgeschehen auf den Geldmärkten. Wie sie sich allerdings entwickeln, das kann kein Experte genau voraussagen. Dafür sind die internationalen Einflüsse und die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten zu komplex. Gemeinsam mit Ihnen gestalten wir Ihre individuelle Finanzierung so, dass Sie Zinsentwicklungen in jedem Fall entspannt entgegensehen können. Ihr Heimatexperte berät Sie gern.

 

Was ist der Sollzins?

Der Sollzins ist der Zins, zu dem das Darlehen verzinst wird. Er wird auch Nominalzins genannt. Der Sollzins ist wichtig, um Ihre monatliche Belastung auszurechnen: Diese setzt sich zusammen aus der Tilgungsrate und der Rate für die Zinszahlungen gemäß Sollzinssatz.

Die meisten Bauherren und Wohnungskäufer möchten eine Baufinanzierung, die mit verlässlichen Monatsraten verbunden ist. Für solche Kredite wird der Sollzins für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Man spricht dann vom gebundenen Sollzins.

 

Was ist der effektive Jahreszins?

Der Sollzins ist ungeeignet, um Angebote von mehreren Anbietern zu vergleichen. Denn je nachdem, wie der Darlehensvertrag ausgestaltet ist, liegt die tatsächliche Verzinsung des Darlehens über dem Sollzins. Einen Einfluss haben beispielsweise die Zinszahlungstermine und natürlich die Laufzeit, aber auch die Tilgung, die Dauer der Zinsfestschreibung und der Auszahlungskurs (im Falle eines Disagios). Der Zins, der die Gesamtkosten des Kredits enthält, wird Effektivzins genannt. Auch er wird als Jahreszinssatz dargestellt, so erhalten Sie den effektiven Jahreszins.

Berechnet wird der Effektivzins nach genauen Vorgaben, die in der Preisangabenverordnung festgelegt sind. Dadurch ist er über alle verschiedenen Institute und Anbieter vergleichbar – sofern die Angebotedie gleiche Laufzeit und die gleichen Auszahlungskonditionen aufweisen!

Wenn sich der Zinssatz oder andere preisbestimmende Faktoren während der Laufzeit noch ändern können, spricht man vom anfänglichen jährlichen Effektivzins.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, in Darlehensangeboten Sollzins und Effektivzins anzugeben. Nur so kann der Kreditnehmer verschiedene Angebote auch wirklich vergleichen. In diesem Sinne ist der effektive Jahreszins das Preisschild am Kreditangebot. Mit dieser Größe lassen sich die Kosten eines Kredits abschätzen.  

 

Welche Zinsbindung ist die richtige?

Wenn es die Zinsbindung nicht gäbe, wäre die Eigenheim-Finanzierung ein großes Risiko. Denn die Marktzinsen schwanken. Niemand kann vorhersagen, ob und in welcher Geschwindigkeit niedrige Zinsen wieder steigen. Die Sollzinsbindung bietet Planungssicherheit und schützt vor wirtschaftlich nicht tragbaren Raten.

Welche Zinsbindung für Sie am günstigsten ist, hängt vom aktuellen Zinsniveau ab. Selbstverständlich wollen Sie sich einen niedrigen Zinssatz so lange wie möglich sichern. Dabei sollten Sie Folgendes beachten:

  • Eine kurze Zinsbindung orientiert sich eng am aktuellen Zinsniveau.
  • Endet die Zinsbindungsfrist, müssen Sie neu verhandeln – und dann möglicherweise mit einem allgemein höheren Zinsniveau rechnen.
  • Eine kurze Zinsbindung ist sinnvoll, wenn das Niveau hoch ist und allgemein sinkende Zinsen erwartet werden.
  • Bei einerlangen Zinsbindung bezahlen Sie einen Zinssatz, der etwas über dem aktuellen Zinsniveau liegt. Damit ist eine lange Zinsbindung geringfügig teurer, bewahrt Sie aber langfristig vor einem Zinsanstieg.
     

Vorteile einer langen Sollzinsbindung:

  • Sie wissen genau, wie hoch die monatliche Rate während der Sollzinsbindung ist. Diesen Betrag können Sie fest einplanen, so wie bislang die Mietzahlung.
  • Sie wissen von vornherein - sofern Sie keine Sondertilgungen leisten -, wie hoch Ihre Restschuld am Ende der Kreditlaufzeit sein wird. So können Sie sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern.
  • Auch bei ungünstiger Marktentwicklung steht der Kreditgeber zu seinem Angebot, eine einseitige Änderung der Konditionen durch die Bank ist ausgeschlossen.


Kündigung nach zehn Jahren und sechs Monaten

Gut zu wissen: Kreditnehmer können ihren Immobilienkredit unabhängig von der vereinbarten Laufzeit grundsätzlich nach 10 Jahren Laufzeit plus sechs Monate Kündigungsfrist einseitig kündigen. Sie gehen daher mit langen Laufzeiten kaum ein Risiko ein.
Sollten nach zehneinhalb Jahren die Zinsen niedriger sein, können Sie aus dem laufenden Vertrag aussteigen und eine günstigere Anschlussfinanzierung abschließen. Ihr Kreditgeber kann dagegen langfristige Darlehensverträge nicht einseitig kündigen.

 


 

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