Fußbodenheizung: Warm bei niedrigen Betriebskosten

Wandheizkörper waren gestern – heute sind Fußbodenheizungen en vogue. Eigenheimbesitzer schätzen den Komfort, wenn ein Raum ohne sichtbare Radiatoren gleichmäßig warm wird. Welche Vor- und Nachteile hat die Technik? Was man über Planung, Installation und Wartung wissen muss: Wir verraten es.


Vorteile einer Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen werden in den überwiegenden Fällen mit Warmwasser, seltener elektrisch betrieben. Sie bringen gegenüber den traditionellen Heizungssystemen, bei denen ein Heizkörper die Erwärmung des Raums übernimmt, eine Reihe von Vorteilen. Zuallererst ist das Wohlgefühl zu nennen, wenn überall gleichmäßig Wärme verspürt wird. In den Boden eingelassene Warmwasserrohre sorgen für eine flächige Verteilung.

Da bei Fußbodenheizungen die besonders kälteempfindlichen Füße direkt mit dem erwärmten Boden in Kontakt kommen, fühlen sich viele Menschen auch bei einer zwei Grad niedrigeren Raumtemperatur wohl.

Aufgrund der geringen Vorlauftemperatur sind Fußbodenheizungen sehr gut mit modernen Niedrigenergieheizsystemen kombinierbar.


Nachteile einer Fußbodenheizung

Es hat sich als falsch erwiesen, dass die Bodenwärme bei empfindlichen Personen zu Thrombosebildung führt. Sofern die Räume nicht überheizt werden, ist hier in gesundheitlicher Hinsicht gegen eine Fußbodenheizung nichts einzuwenden.

Lediglich die vergleichsweise Trägheit beim Verändern der Thermostateinstellung wird als Nachteil des Systems empfunden: Liegen die Wasserrohre in Estrich, braucht die Heizung etwas länger, bis die Wärme durch diese Schicht in den Raum gelangen kann. Dafür hält beim Herunterfahren der Boden die Wärme länger als ein Heizkörper.

Die Phase des Aufwärmens bei einer ausgekühlten Wohnung kann als unbehaglich empfunden werden, lässt sich jedoch durch Verwendung von zeitprogrammierbaren Thermostaten vermeiden.

Die Fußbodenheizung verlegen

Zum Verlegen der Fußbodenheizung gibt es drei Techniken:

  • Bei nass verlegten Wasserrohren liegt auf dem Rohboden eine kombinierte Wärme- und Trittschalldämmung. Darauf werden die Wasserleitungen in parallelen Bahnen beziehungsweise Schleifen verlegt. Abgedeckt werden sie mit einer circa 45 Millimeter dicken geschütteten Estrichschicht. Hierauf wird dann der endgültige Bodenbelag aufgebracht. Der Gesamtaufbau ist bis zu 100 Millimeter stark.
  • Trocken verlegte Wasserrohre liegen auf einer Schaumplattenbettung und werden mit Trockenplatten und dann mit dem endgültigen Bodenbelag abgedeckt.
  • Elektrische Fußbodenheizungen bestehen aus Matten, in die wärmeproduzierende Leiterbahnen integriert sind. Auch sie liegen auf einer Dämmung direkt auf dem Rohboden. Aufgrund ihrer geringen Aufbaustärke sind sie besonders für nachträglichen Einbau etwa bei einer Renovierung geeignet, zumal bei der Installation wenig Schmutz entsteht.

Auf allen drei Systemen können die unterschiedlichsten Bodenbeläge platziert werden, die jedoch besonders im Fall von Laminat und Teppich für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet sein müssen.


Kosten einer Fußbodenheizung

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Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren

Das Preisspektrum für Heizungssysteme ist sehr breit. Ein Vergleich der Fußbodenheizung mit einer Radiatorheizung ist daher nur aufgrund einer konkret dimensionierten Anlage möglich. Hierzu holt man sich am besten mehrere Kostenvoranschläge ein. Die Technische Universität Berlin hat ermittelt, dass die Anschaffungskosten einer Fußbodenheizung im Durchschnitt unter denen für eine Radiatorheizung liegen.

  • Die Einbaukosten einer Fußbodenheizung sind etwas höher als die einer Radiatorheizung. Allerdings muss für einen angemessenen Preisvergleich beachtet werden, dass die bei Einbau der Fußbodenheizung verlegte Wärme- und Trittschalldämmung als separater Posten bei einer Renovierung ebenfalls Kosten verursachen würde.
  • Die Betriebskosten einer Fußbodenheizung liegen niedriger als bei einer Radiatorheizung. Da die Wärme großflächig abgegeben wird, reicht eine Vorlauftemperatur des Wassers von 30 bis 35 Grad. Ein Radiator braucht aufgrund seiner kleineren Oberfläche für die Wärmeabgabe an die Luft eine deutlich höhere Temperatur und damit mehr Energie.
  • Will man jedoch eine Fußbodenheizung nachrüsten, fallen erhebliche Installationskosten an, da hierfür ein bestehender Bodenbelag entfernt und zumeist Kanäle für die Wasserrohre in den Boden gefräst werden müssen. Auch ist die Wärmeisolierung schwierig, und nicht selten muss das Bodenniveau erhöht werden, um alle Systemkomponenten unterbringen zu können. Sinnvoll ist hier in der Regel nur eine elektrische Fußbodenheizung.

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