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Nebenkosten beim Hauskauf einplanen & reduzieren

Eine Immobilie hat ihren Preis. Doch mit ihm alleine ist es nicht getan. Beim Hauskauf fallen Nebenkosten an. Sie sind zwar einmalig, müssen bei der Finanzierung aber bedacht werden.


Ihre Nebenkosten beim Hauskauf: Das kommt auf Sie zu

Wenn Sie eine Immobilie kaufen, möchte nicht nur der Verkäufer sein Geld. Auch der Notar, das Grundbuchamt, der Staat und der Makler bitten zur Kasse. Das sind die beim Hauskauf üblichen Nebenkosten:

  • Notarkosten: Der Kaufvertrag für eine Immobilie muss über einen Notar abgewickelt werden. Seine Gebühren betragen etwa ein bis zwei Prozent des Kaufpreises, sie werden bereits kurz nach Vertragsabschluss fällig.
  • Grundbuch: Im Grundbuch werden die Rechte an Grundstücken und Immobilien dokumentiert. Erst durch den obligatorischen Eintrag wechselt die Immobilie auch offiziell ihren Besitzer. Die Grundbuchgebühren richten sich nach der Höhe der Grundschuld.
  • Grunderwerbsteuer: Auch der Staat verursacht beim Immobilienkauf Nebenkosten, denn er erhebt Steuern auf den Kauf von Grund und Boden. Die Steuersätze variieren von Bundesland zu Bundesland. Aktuell liegen sie zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.
  • Maklergebühren: Die Höhe der Courtage ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Verhandlungssache zwischen Makler und Kunde. Sie orientiert sich ebenfalls am Kaufpreis: Üblich sind zwischen vier und sechs Prozent.  

Notarkosten und Grundbuchgebühren verringern

Der Kauf einer Immobilie ist an sich schon teuer genug. Direkt zum Abschluss des Kaufvertrages lassen sich aber Nebenkosten beim Hauskauf sparen:

  • Notarkosten mindern: Die Notargebühren sind vom Kaufpreis abhängig. Mit einem kleinen Trick lässt sich beides senken: Oft enthält der Kaufvertrag Bestandteile wie z. B. die Küche, die in ein extra Vertragswerk aufgenommen werden können. Angenehmer Nebeneffekt: Der Kaufpreis für das Haus sinkt, mit ihm die Notargebühr.
  • Grundbuchgebühren reduzieren: Beim Eintrag ins Grundbuch wechselt der Besitzer der Immobilie. Dabei wird für gewöhnlich die alte Grundschuld des Vorbesitzers gelöscht und eine neue eingetragen. Das Löschen und Neueintragen verursacht höhere Kosten als eine sogenannte Abtretung der Grundschuld. Es hängt allerdings von der Bank des Vorbesitzers ab, ob sie diese Vorgehensweise akzeptiert.

Grunderwerbsteuer und Maklerkosten senken

Die Grunderwerbsteuer kann als fester Bestandteil der Nebenkosten beim Immobilienkauf zwar nicht umgangen werden, sie lässt sich aber in manchen Fällen optimieren. Wer die Maklercourtage zahlen muss, ist oftmals verhandelbar:

  • Grunderwerbsteuer auf Grundstück beschränken: Werden Immobilie und Grundstück gleichzeitig erworben, erhebt das Finanzamt Grunderwerbsteuer auf den Gesamtkaufpreis. Bei Neubauten bietet es sich häufig an, erst das Grundstück zu kaufen und dann einen Bauträger mit dem Errichten des Hauses zu beauftragen. In diesem Fall rechnet das Finanzamt die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückspreis an. Zwischen den Kaufdaten sollte dann aber eine Schamfrist von mindestens einem Jahr liegen.
  • Maklergebühren teilen: Wer den Makler bezahlt, ist in der Regel von der Nachfrage abhängig. In sehr gefragten Gegenden kann der Verkäufer es sich erlauben, die Courtage als gängige Nebenkosten beim Hauskauf auf den Käufer abzuwälzen. An weniger gefragten Standorten übernimmt der Verkäufer sie meist, um mehr Interessenten zu gewinnen. Verhandeln Sie diesen Punkt in jedem Fall nach und versuchen Sie, eine 50:50-Teilung der Gebühren zu erzielen.

Ein Immobilienkauf ist immer mit Kaufnebenkosten verbunden, die Sie genau einkalkulieren sollten. Unsere Berater stehen Ihnen dabei zur Seite und zeigen, worauf Sie bei der Planung Ihrer Finanzierung achten müssen.

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