Wohnung streichen – so kommt Farbe ins Spiel!

Wer seine Wohnung streichen möchte, sieht sich mit einigen Fragen konfrontiert: Welche Farbe ist am besten geeignet, welche Farbtöne passen am besten, wie lassen sich spannende Effekte erzielen? Und worauf muss man beim eigentlichen Anstrich achten? Wie Sie am besten vorgehen und eine kreative Wandgestaltung umsetzen, erklärt dieser Artikel.


Die Qualität von Wandfarben

Es gibt vielfältige Farbsorten, mit denen Sie Ihre Wohnung streichen können. Doch nicht jede passt in jedes Zimmer. So ist beispielsweise in Kinderzimmern besonders auf die Gesundheitsverträglichkeit zu achten. Und Farben für Feuchträume wie Bad und Küche sollten weniger atmungsaktiv sein.

Bei den meisten handelsüblichen Farben handelt es sich um sogenannte Dispersionsfarben. Sie sind zähflüssig und bestehen aus einer „Dispersion“, also einem Gemenge aus Wasser, Farbpigmenten, Binde- und Lösungsmitteln.

  • Je höher der Anteil an Farbpigmenten, umso besser deckt die Farbe beim Streichen der Wände. Eine sehr gut deckende Farbe zum Streichen der Wohnung haben Sie erworben, wenn es sich um Farbe der Klasse 1 der Norm DIN EN 13300 handelt.
  • Dispersionsfarben zum Wändestreichen gibt es auf Basis von synthetischen oder mineralölhaltigen Zutaten, aber auch aus Pflanzenölen. Diese nennt man Naturdispersionsfarben.
  • Eine besonders haltbare Farbe zum Streichen der Wände ist Latexfarbe. Sie wird oft in Küchen eingesetzt, denn sie kann beim Putzen feucht abgewischt werden. Allerdings ist Latexfarbe kaum oder gar nicht atmungsaktiv. Bei unzureichender Lüftung droht Schimmel.
  • Hinsichtlich der Gesundheitsverträglichkeit der Farbe sollten Sie prüfen, ob ein entsprechendes Zertifikat auf dem Behälter steht. Verlässlich ist beispielsweise das EU-Umweltzeichen „Euroblume“ (www.eu-ecolabel.de).

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Sie können weiße Wandfarbe mit Abtönfarbe mischen, bis Sie den gewünschten Farbton erhalten. Am besten nutzen Sie dafür einen Rührquirl, den Sie auf eine Bohrmaschine aufstecken können. Der Rührquirl vermengt Wandfarbe und Abtönfarbe perfekt. Wer nur einen Stock zum Vermischen benutzt, nimmt in Kauf, dass später beim Streichen der Wände die Farbe nicht ganz einheitlich ausfällt.

Baumärkte und Farbengeschäfte bieten viele Farbtöne fertig gemischt an. Darüber hinaus können Sie dort Ihren ganz speziellen Farbton aus einer Farbpalette aussuchen und mischen lassen. Viele Geschäfte sind mit einem Scanner ausgestattet, der Farbtöne von Stoffen wie Sofakissen und Vorhängen auslesen kann. Dementsprechend wird Ihnen genau der individuelle Farbton gemischt, der zu Einrichtung und Stil des jeweiligen Zimmers passt.

Wandgestaltung in bunten Farben

Mit Farben können Sie auf die räumlichen Gegebenheiten Ihrer Wohnräume reagieren und spezielle Wirkungen erzielen:

  • Wenn Sie beim Wändestreichen Pastelltöne verwenden, wirken kleine Räume größer. Kräftigere Farbtöne harmonieren besonders mit großen Räumen.
  • Niedrige Räume wirken höher, wenn die Decken weiß gestrichen sind und einen Kontrast zur abgetönten Wand bilden.
  • Hohe Räume können Sie optisch niedriger wirken lassen, wenn Sie der Decke und den oberen zehn Zentimetern der Wände eine dunklere Farbe geben.
  • Rot wirkt energiegeladen und – wenn es zu intensiv eingesetzt wird – mitunter sogar aggressiv. Besser, Sie tönen beim Streichen der Wohnung immer nur eine Wand in Rot. Orange und Gelb dagegen können häufiger zum Einsatz kommen. Diese Farbtöne wirken positiv, stimmungsaufhellend und verbreiten gute Laune.
  • Grün und Blau wiederum gelten als beruhigende Töne auf der Farbskala. Blau eignet sich aufgrund seiner entspannenden Wirkung im Besonderen fürs Schlafzimmer.

Wohnung streichen – die vier wichtigsten Schritte

Die Farben sind ausgewählt und gemischt? Dann können Sie bald Pinsel oder Rolle schwingen. Folgende Vorbereitungen müssen Sie allerdings noch treffen:

  1. Säubern: Gibt es sandigen oder kreidigen Abrieb, wenn Sie mit der Hand über die Wand fahren? Dann sollten Sie die Wand vor dem Streichen grundieren. Dübellöcher und Risse werden mit einer geeigneten Spachtelmasse gefüllt. Auf längere Risse kleben Sie ein dünnes Rissband (gegebenenfalls anspachteln, damit es nicht aufträgt).
  2. Schützen: Legen Sie im Raum Malerfolie aus und bedecken Sie im Raum verbliebene Möbelstücke damit. Dann schrauben Sie (bei abgeschaltetem Strom!) die Kunststoffabdeckungen von Lichtschaltern und Steckdosen ab und kleben die nun sichtbaren Metallteile gut mit Kreppband ab. Mit dem Kreppband schützen Sie auch Fußleisten sowie Tür- und Fensterrahmen vor dem Streichen der Wände.
  3. Grundieren: Haben Sie eingangs festgestellt, dass Ihre Wände Abrieb zeigen? Dann tragen Sie nun sogenannten Tiefgrund auf die zu streichenden Flächen auf. Tiefgrund reduziert die Saugfähigkeit der Wand. Dadurch brauchen Sie anschließend weniger Farbe.
  4. Streichen: Beginnen Sie, mit einem Pinsel Ecken und Kanten auszumalen. Dann streichen Sie mit einer Rolle die großen Flächen: zunächst die Decke, anschließend die Wände. Es hat sich bewährt, Felder von jeweils rund 0,5 Quadratmetern zu bearbeiten. Man streicht sie immer erst in Längsrichtung, dann quer und abschließend noch einmal längs. Die neben- und untereinanderliegenden Felder müssen sich leicht überlappen.

Kreative Wandgestaltung

Wer beim Streichen seiner Wohnung kreativ sein möchte, kann verschiedene Techniken anwenden. Einige Beispiele:

  • Schablonentechnik: Im Fachhandel kann man zahlreiche Schablonen kaufen, vom kleinen Ornament bis zum großen Tierbild. Sie werden auf die Wand geklebt und mit einem Schablonierpinsel ausgetupft. Wer es sich zutraut, kann eigene Muster entwerfen.
  • Schwammtechnik: Nachdem Sie mit der Farbrolle der Wand ihren Grundfarbton gegeben haben, nehmen Sie einen Naturschwamm und tauchen ihn in einen anderen Farbton. Kurz abtupfen, damit der Schwamm nicht zu viel Farbe enthält. Dann wird der Schwamm in beliebig weiten Abständen auf die Wand getupft.
  • Wischtechnik: Hierfür benötigen Sie einen Wischhandschuh aus dem Fachhandel. Streichen Sie die Wand in der Grundfarbe und lassen Sie sie trocknen. Dann in Maßen einen anderen Farbton auf den Wischhandschuh aufbringen. Bewegen Sie den Handschuh in einer vorher eingeübten Bewegung über die Wand. Weitere Tipps zur Wandgestaltung finden Sie beispielsweise auf dem Portal für Künstlerbedarf www.babelcreate.de.

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