Zum Selbermachen: Zimmertüren lackieren

Zimmertüren mit einer Lackierung neuen Glanz zu verleihen ist zwar etwas aufwendig, kann aber gut selbst erledigt werden.


Türen lackieren: Heißluft löst den Altanstrich

Blasse Farben, verschlissene Flächen – wenn sie unansehnlich werden, ist es Zeit, die Türen zu lackieren. Schließlich sind es gerade die Türen, die einen ersten Eindruck vom Charakter einer Wohnung geben. Zunächst gilt es, einen Lack zu finden, der Ambiente schafft und mit dem gesamten Raum harmoniert. Besondere Farbnuancen können Sie sich im Fachhandel oder im Baumarkt anmischen lassen. Zu empfehlen ist ein hochwertiger 2-in-1-Acryllack, bei dem Sie ohne Vorlackierung auskommen.

Bevor Sie die Türen lackieren, sind Vorarbeiten zu leisten. Ist der vorhandene Altanstrich noch richtig fest, kann es genügen, die Tür vor der Lackierung anzuschleifen. Allerdings darf auf einer alten Kunstharzschicht kein Acryllack aufgetragen werden. Es kann zu Blasenbildungen kommen. Blättern Altanstriche ab, müssen diese komplett entfernt werden. Eine gute Möglichkeit, alten Lack zu entfernen, ist der Einsatz eines Heißluftgebläses. Die Fugen an den Verbindungsstellen und Schäden, die nach der Beseitigung sichtbar werden, lassen sich mit Lackspachtel schließen. Anschließend gilt es noch, die Flächen mit Sandpapier zu glätten.

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Türen lackieren: mit der Sprühpistole zum Top-Ergebnis

Nach Abschluss der Vorarbeiten sollte das Türblatt noch einmal gründlich geputzt werden. Lackieren Sie dann am besten an einem aufgestellten oder eingehängten Türblatt, weil so der schnell trocknende Acryllack besser zu einer gleichmäßigen Schicht verlaufen kann. Empfehlenswert für den Farbauftrag ist ein Feinsprühsystem, mit dem ein besonders gleichmäßiger Farbverlauf erzielt wird. Als letzten Schritt beim Türen lackieren montieren Sie die selbstklebenden Griffrosetten und die Türgriffe.

 

Türen selber lackieren: die Arbeitsschritte

Das Endergebnis: die frisch lackierte Zimmertür mit neuen Türbeschlägen.


Der neu angebrachte Türgriff.


Die schnellste und sauberste Lösung, alten Lack zu entfernen, ist die Benutzung eines Heißluftgebläses. Das Modell HL 2010 E von Fa. Steinel besitzt neben einer dreistufigen Drehzahl- und Luftmengenregulierung, die am Ein- und Ausschalter eingestellt wird, eine Temperaturanzeige. Für das Entfernen alter Lackschichten empfiehlt sich, eine Temperatur zwischen 500 und 630° zu wählen.

Tipp: Beginnen Sie im niedrigen Bereich. Es dauert dann zwar etwas länger, aber das Holz „verbrennt“ nicht so schnell.


Ist die Farbe durch die Heißluft angeweicht, kann sie mit einem Schaber oder Spachtel abgekratzt oder abgeschoben werden. Die hier abgebildete Breitstrahldüse von 75 mm bietet sich für größere Flächen an. Achtung, heißes Holz kann weich werden – die Gefahr von Beschädigungen beim Abschieben der Farbe wächst.


Ist der Lack entfernt, werden häufig Fugen an den Verbindungsstellen sichtbar. Diese sollten ebenso wie Schadstellen (z. B. Kerben) vor der weiteren Behandlung mit Lackspachtel geschlossen werden.

Er ist schnelltrocknend und kann bei glattem Auftrag ohne Zwischenschliff direkt gestrichen werden. Angebrochene Gebinde mit Wasser abdecken.


Ist der Altanstrich entfernt, glätten Sie die Flächen mit grobem, mittlerem und feinem Sandpapier.


Für feine Profilierungen kann ein Schleifvorsatz benutzt werden.


Um einen gleichmäßigen Farbverlauf zu erhalten, empfiehlt es sich, den Farbauftrag mit einem Feinsprühsystem vorzunehmen (hier zum Beispiel das Feinsprühsystem W 670 und Sprühaufsatz Perfect Spray 800 von Wagner).

Mit dem zum Sprühsystem gehörenden Mess- und Rührstab kann auch die Lackdose (hier: Alpina Premiumlack 2 in 1 in antikweiß) geöffnet werden.


Vor dem Befüllen des Sprühaufsatzes den Lack gut umrühren. Den Lack in den Farbbehälter füllen und mit 10 % Wasser verdünnen. Für das Messen der Verdünnung den Rührstab auf den Grund stellen und von sichtbarer Kerbe bis zur nächsten nachfüllen.


Verdünnte Farbe verrühren und das Feinsprühsystem auf den Farbbehälter aufschrauben. Dabei darauf achten, dass das Ansaugröhrchen nach vorne abgewinkelt ist, damit es beim Sprühen immer Lack ansaugt.


Den Schiebeschalter auf Stufe 2 (für dickflüssigeren Decklack) stellen und eine Probesprühung auf einem Stück Pappe, Holz o. ä. vornehmen. Ist der Lack nicht zu dünn oder dick, kann mit dem Türen lackieren begonnen werden.


Tipps für die Lackierung mit einem Feinsprühsystem:

  • Da Acryllacke eine kurze Antrocknungszeit haben, empfiehlt sich, das Sprühen an dem aufgestellten oder eingehängten Türblatt vorzunehmen, damit der Lack besser ineinander läuft.
  • Glattere Untergründe entstehen, wenn vor dem Lackauftrag das Holz feucht abgewischt wird. Die Fasern richten sich dann auf und können vor dem Lackauftrag noch einmal feingeschliffen werden. Danach unbedingt noch einmal gründlich den Staub entfernen.

Schrauben- und werkzeuglos können die Schnellstift-plus Schloßrosetten und Türgriffe montiert werden. Zuerst die Flächen im Kontaktbereich der selbstklebenden Rosetten gründliche reinigen. Ein Entfettungstuch gehört zum Lieferprogramm.

 


Schutzfolie abziehen und Schlüsselrosette ankleben. Auch die Türgriffrosette ist mit einer Klebefolie ausgestattet und wird ebenso angebracht.

 


Die Türgriff-Garnitur lässt sich im Handumdrehen mit einem patentierten Schnellmontagesystem anbringen. Dabei werden die Edelstahl-Griffrosetten aufgeklebt und dann die Türgriffe einfach ineinandergesteckt – ohne Werkzeug. Die traditionelle Fixierung per Inbusschraube entfällt.


Schnellmontage in drei Schritten: Griffrosetten aufkleben, Türgriffe zusammenstecken, Schlüsselrosetten aufkleben. Infos zum Schnellmontagesystem beim Hersteller (Hoppe).